Anreise Richtung Irland: Der Start war mit zwanzig Minuten Verspätung vollbracht und somit stand der ersten Tagesetappe mit Ziel Dornbirn/Vorarlberg nichts mehr im Wege. Nichtsdestotrotz sei hier gleich mal erwähnt, dass diese Tour unter Motto "der Weg ist das Ziel" erfolgt. Zumal wir uns nun zum fünften Mal in Irland und zum elften Mal in Großbritannien aufhalten werden, wird's nicht das große Sightseeing Programm werden..... eher das gemütliche Unterwegs sein, eben der Weg ist das Ziel 😊. In diesem Sinne 👋👋
Die Fahrt ins Ländle, naja, was soll ich sagen....., grundsätzlich eine Heimstrecke für uns. Der übliche Stau in Kitzbühel, vermutlich rund 35 Baustellen auf Mal knapp 640 km🥴, 31 Grad im Inntal, zum Abschluss durch den Bregenzerwald samt dem Bödele und schon waren wir am
maßlos überteuerten Campingplatz in Dornbirn angekommen. Um sechs Uhr war ein Tisch reserviert und einem schönen Abend mit langjährigen Freunden 👍 stand nichts mehr im Wege. Nach dem ausgiebigen Abendessen und dem einen oder anderen alkoholischen
Getränk ging's per pedes zurück zum Platz und ....., naja, das ist dann eine andere Geschichte 👋
Tag 2: Frühmorgens ging der Wecker ab, also nix mit Urlaub 🤔. Das Handy noch schnell auf
Flugmodus gestellt, um in der Schweiz nicht in die Roamingfalle zu treten 🫢😡. Unser erster
Stopp zum gemeinsamen Frühstück war bei langjährigen Freunden in Kradolf-Schöneberg. Mac und Esther haben wir bereits 1997 in Australien kennengelernt, waren auf ihrer Hochzeit und wir treffen
uns immer noch sofern es uns möglich ist👍👍👍. Leider verging die Zeit viel zu schnell und wir
wären gerne noch länger geblieben. So ging es dann kurz nach Mittag, bei brütender Hitze, auf der Landstraße quer durch die Schweiz in Richtung Frankreich. In Frankreich ging's ebenso auf kleinen
Seitenstraßen in Richtung Westen weiter, wo wir dann gegen 18.oo Uhr unseren Campingplatz erreichten. Aus dem geplanten Abendessen im Camping Restaurant wurde nichts, zumal das Personal restlos
überfordert war 🥵 und Sigrid kurzerhand selbst zum Kochlöffel griff und ein Abendessen
zubereitete. Zumindest der Biereinkauf beim Campingkiosk funktionierte👍🍻. Tja, morgen geht's
weiter, soll wieder heiß werden 😅👋
Tag 3: Nach einem ausgiebigen Frühstück, ging es noch knapp, bevor die große Hitze über den Vormittag hereinbrechen sollte😢, weiter in Richtung Westen. Viel Gegend, schöne Straßen, absolut kein Verkehrsaufkommen, so stellt
man(n) sich das perfekte Motorradreisen vor. Nach Durchquerung riesigen Weinbaugebietes Chablis👍, erreichten wir gegen 13.3o Uhr die mittelalterliche Stadt Auxerre. Nachdem wir ein zwei schöne Fotos
von der Promenade am Fluss gemacht hatten und uns das Wasser im Nacken runterlief🥵, haben
wir kurzerhand beschlossen, in der Stadt zu bleiben und uns ein klimatisiertes Zimmer zu gönnen - eine kluge Entscheidung😜. Nach dem Zimmerbezug (Dusche inklusive) wieder raus in die Hitze, diesmal mit kurzer Hose, zur
Stadtbesichtigung. Ein Bier und für Sigrid ein "Café gourmand" 👍👍durfte beim Flanieren durch
dieses nette Städtchen dabei nicht fehlen. Um die französische Küche nicht zu strapazieren, ging's am Abend zum Inder, mal was anderes😀! Schlussendlich ließen wir den Abend, gemütlich auf einer Parkbank am Flussufer ausklingen, bevor es
ins klimatisierte Zimmer ging und....., aber das ist eine andere Geschichte....., naja - wir direkt vom Zimmerfenster aus auf's Riesenrad sehen konnten 😜👋👋
Tag 4: Zumal es wieder ein heißer Tag werden sollte, waren wir etwas früher aufgebrochen🥴,
und wir hatten uns einen Campingplatz samt Poolanlage für eine evtl. Abkühlung am Nachmittag rausgesucht 👍. Doch irgendwie war dem Senior schon unmittelbar nach dem Frühstück nicht wohl im Magen🥵.
Die ersten beiden Stunden verliefen fahrtechnisch gesehen perfekt. Tolle Straßen, gutes Tempo, angenehme Temperatur, alles gut🏍️🏍️🏍️. Dann war sich das NAVI und die alternative LANDKARTE nicht mehr ganz einig. Naja, dann fuhren
wir der Einfachheit halber nach Navi. Dann kam es dicke🤔. Dem Fahrer war aus
gesundheitlichen Gründen zum Würgen und Kotzen🤢🤮, die Temperatur war mittlerweile auf 34
Grad geklettert, und pro kleinste Ortschaft zumindest vier bis sechs - rund 15 cm hohe - Bremsschwellen, dagegen waren die rund 120 Kreisverkehre auf die Tagesetappe gesehen a
Lärcherlscha...., nicht unerwähnt sollen hier die Kommentare meiner Lieblingssozia bleiben, welche definitiv nicht zu Verbesserung der Tagesordnung beitrugen😉.
Nichtsdestotrotz waren wir um 14.15 Uhr am fünf Sterne Campingplatz angekommen.... aber der war ausgebucht😱. Lange Schreibe kurzer Sinn, auf den nächsten 60 Kilometer fanden wir weder einen freien Campingplatz
noch ein freies Zimmer (zumindest keines was dem Portemonnaie eines Frührentners entgegenkommt). Um 18.00 Uhr, ohne zwischenzeitlicher Nahrungsaufnahme, ohne Bilder von Land und Leute,
dafür fertig mit der Welt und dem eigenen Körper, nahm uns zur allseitigen Erleichterung (die Kupplung der Wing eingeschlossen) ein Platz auf, welcher das Planke Gegenteil vom geplanten war. So
schön konnte der Strand nicht sein, so billig das Bier nicht, und so verlockend ein Abendessen nicht sein, dass es den Verfasser dieser Zeilen interessiert hätte😤.
Zeltaufbau, a wirklich kurzer Spaziergang zum Strand, Duschen und ab in den Schlafsack ..... ohne auch nur einen schlechten Gedanken🌛🌜👋👋
Tag 5: Die Nacht wurde dahingehend genutzt, zu welchem Grund diese auch immer erfunden wurde - einfach um zu schlafen und sich zu erholen.....
Auf gewissen Plätzen ist man(n) einfach froh, wenn dieser verlassen werden kann, so auch an diesem Morgen. Der Plan, vor Cherbourg nochmals, nach ausgiebiger Besichtigung der Landungsstrände der
Alliierten, einen Campingplatz zu beziehen, war at acta gelegt und die angeführte Hafenstadt als Tagesziel festgelegt worden.
Die Landungsstrände standen schon mehrfach auf unserem Programm, diesmal wollten wir uns definitiv ein Bild davon machen. Die Landung in der Normandie war die Landungsoperation und die damit
verbundenen Luftlandeoperationen am o6. Juni 1944 der alliierten Invasion in der Normandie im Rahmen der Operation Overlord während des Zweiten Weltkriegs . Der Codename lautete Operation
Neptune und wurde oft als D-Day bezeichnet. Zudem sind es heuer 80 Jahre her, dass die angeführte Operation die Befreiung Frankreichs und des restlichen Westeuropas einleitete - was auch in
vielen Ortschaften eben mit Beflaggungen und Feierlichkeiten gewürdigt wird.
Für uns - und vermutlich für die meisten Touristen vor Ort - ist es definitiv nicht mal annähernd vorstellbar, was sich an gewissen Abschnitten dieses langen Küstenabschnittes in der Normandie,
an diesem "D-Day" muss zugetragen haben, als fast 155.000 Soldaten und 20.000 Militärfahrzeuge landeten - von den nachfolgenden Tagen/Wochen ganz zu schweigen - UNVORSTELLBAR! Wir sind einige
Bereiche direkt angefahren, haben uns aber - nicht nur der zehntausenden Touristen wegen - mit dem gebührenden Respekt relativ bescheiden und unaufdringlich der Sache angenommen
....... ...... und trotzdem waren wir im Kopf hinsichtlich der Gegend mit ihrer Geschichte, die letzten Kilometer bis nach Cherbourg im Zwiespalt zwischen der Zeit damals und der jetzigen
.....
Schlussendlich sind wir gut in Cherbourg angekommen, am Vorabend des eigentlich geplanten Tages ......
Tag 6: Aufgrund der Tatsache, dass wir auf keinen Campingplatz, sondern in einem Zimmer die Nacht verbrachten, waren wir bereits am frühen Vormittag auf dem Weg zum Museum La Cité de la Mer,
einem Museum, das sich der Unterwasser- und der Tiefseeforschung widmet. Das Museum befindet sich im ehemaligen transatlantischen Hafenbahnhof von Cherbourg, der von der Eisenbahnstrecke
Paris–Cherbourg angefahren wurde. Definitiv der spannendste Teil dieses mehrteiligen Museums (u.a. ein kleines Titanic Museum) ist das U-Boot "Le Redoutable". Die 1971 in Dienst gestellte Le
Redoutable (französisch für Der Furchterregende) war das erste Atom-U-Boot der französischen Marine. Obwohl ich das U-Boot bereits 2012 besichtigte, war es abermals den Eintritt wert - und mit
deutschsprachigem Guide umso mehr!
Mit einer kurzen Stadtbesichtigung samt einem gemütlichen Essen verging der Tag recht zügig. Wir hatten das Glück, dass wir das Motorrad bis 17.oo Uhr in der Hotelgarage parken durften,
womit alles zu Fuß erkundet werden konnte. Nach der Fahrt zu einem Aussichtspunkt ging's zum Fährhafen, wo schon einige Gold-Winger warteten und somit konnte das Prozedere bzgl. der 18-stündigen
Überfahrt nach Irland seinen Lauf nehmen..... wird schon schiefgehen 👋
IRLAND. Tag 7-9: Die Überfahrt mittels Fähre nach Rosslare/Irland haben wir hinter uns, teils unruhig, teils ganz okay. Trotzdem waren wir beide froh, wieder festen Boden unter den Füßen/Rädern zu haben, und zwar irischen Boden. Das Wetter war mäßig - irisch eben, aber es regnete zumindest nicht und dann ganz wichtig für die nächsten elf Tage: LINKS FAHREN!!
So erreichten wir dann gegen 16.00 Uhr, nach knapp 2.000 km Anreise die kleine Ortschaft Gowran mit rund 800 Einwohner, im County Kilkenny, wo der irische Gold-Wing-Club sein diesjähriges
internationales GW-Treffen abhielt. Hier wurde während der letzten Tage die nähere Umgebung samt deren Abbey's, Castel's, Kathedralen und sonstigem erkundet, zudem die Zeit mit Gleichgesinnten
verbracht, dabei Benzingespräche geführt und natürlich auch das eine oder andere Guinness zur Befriedigung der Grundbedürfnisse konsumiert. Gesamt gesehen waren es zwei nette Tage, ohne
Stress - auf einem einfachen, aber gemütlichem, wenn auch zahlenmäßig kleinem Gold-Wing Treffen, gewesen...... und noch immer ohne Regen 👍
Tag 10: Das Treffen war vorbei und somit wieder der Weg das Ziel 😊. Noch fast im
Morgengrauen riss mich meine Lieblingssozia aus meinem Schönheitsschlaf, um ja frühzeitig genug in den Tag zu starten. Naja, es soll so sein.
Das erste Drittel der vorgesehenen Tagesetappe war sowohl wettertechnisch als auch landschaftlich gesehen Recht bescheiden. Die restliche Strecke wurde dann zu jenem, weswegen wir uns
abermals Irland als ein Ziel dieser Tour ausgesucht hatten. Abgesehen davon ist der Westen Irlands sowieso bekannterweise der "schönere und interessantere Teil" des Inselstaates. An der
Westküste angekommen ging es dann noch über den Healy-Pass und durch den Killnary Nationalpark, bevor wir nach 360 km unser Tagesziel Killnary, rund 14.000 Einwohner , erreichten. Auf einem
schönen schönen Campingplatz es nach dem Zeltaufbau gleich in die wunderschöne irische Kleinstadt, wo eine Stimmung wie im Paradies herrschte. Ein Pub nach dem anderen, Live-Musik aus jedem
zweiten davon, tanzende Gäste bis ins Freie, einfach cool! Nach einem guten Essen, und definitiv wieder um ein Guinness zuviel war es dann auch Mitternacht vorbei, als es bei herrlichem
Abendambiente zurück zum Platz ging und ich meinen Schönheitsschlaf fortsetzen konnte 😜👋.
Tag 11: Nach einem wirklich netten Abend, gab es wie vorhergesagt einen wolkenverhangenen Vormittag mit leichten Regenschauern. Zeit zum Herumhängen, Bilder sortieren, Polarsteps bearbeiten,
Wäsche waschen (Sigrid's Part) und immer wieder darüber diskutieren, ob wir nun mit dem Motorrad eine Runde fahren oder nicht.....
Kurz vor 14.00 Uhr wurden die 1800ccm des Sechszylinders in Gebrauch genommen und es ging in Richtung "Dingle", eine bekannte kleine Hafenstadt auf der gleichnamigen Halbinsel im Südwesten
Irlands. Die Gegend ist bekannt für ihre raue Landschaft mit Wanderwegen und Sandstränden. Rau wurde dann auch das Wetter - zuerst windig, aber doch noch freundlich, dann unfreundlich bis leicht
nass, dann mit Sicht von gleich Null und es schlussendlich dann auf dem höchsten Pass Irland's, dem Conor-Pass mit 456 m Höhe (welcher nicht nur wegen der zwischendurch in fast senkrechter
Felswand geführter, nur 2 m breiten Straße, ein Highlight gewesen wäre) auch grad noch dreizehn Grad Temperatur hatte - ich habe es genossen, andere dagegen nicht so sehr🫣.
Dingle selbst war dann wettertechnisch gesehen auch nicht gerade eine Wohlfühloase, was abertausende Touristen nicht davon abhielt, die Ortschaft von der einen bis zur anderen Seite für sich
einzunehmen. Wir flanierten kurz durch und ab ging's auf anderer Route zurück nach Killnary.
Um den irischen Bräuchen nicht den Rücken zu kehren, ging's am Abend dann abermals zu Fuß in die Altstadt, ein perfektes Abendessen und ein oder doch mehr Guinness in einem Pub - natürlich mit
Livemusik gaben den Tag wieder den Punkt auf dem "i" ..... und als wir das Pub verließen, regnete es Strömen 😱 ..... und dann ..... es gibt immer zwei Möglichkeiten 🤔😉
Tag 12: Heute war der Tag, der kommen musste,..... definitiv typisch Irisch vom Wetter her und definitiv typische Konservation wie man diese von uns beiden kennt, wenn's nicht so läuft wie's soll, bzw. wie ich es mir vorstellte oder geplant hatte🥴.
Der Reihe nach. Tagwache laut Chefin wie immer kurz nach Mitternacht. Während dem Frühstück regnete es nur einmal, danach kam die Sonne raus und wir beschlossen vorweg nochmals durch den
Killarney Nationalpark und anschließend den "Ring of Kerry" zu fahren. Das positive daran, wir konnten den Anhänger am Campingplatz stehen lassen, zumal wir am Ende der Tour wieder in Killarney
ankamen. Das negative, nach rund einem halben Kilometer ergoss sich ein (erster) Wolkenbruch über uns, dass die Hälfte davon auch gereicht hätte. Tja, grundsätzlich war die Fahrt entlang des
"Ring of Kerry" grad mal okay, irgendwie hatten wir diesen imposanter in Erinnerung - vielleicht waren auch nur die Erwartungen zu hoch. Lange Schreibe, kurzer Sinn - nach dem einen oder anderen
Regenguss (die sind alle nach vier/fünf Minuten wieder vorbei) waren wir wieder in Killarney. Anhänger abgeholt und weiter ging's, jedoch nicht so, dass wir uns vom Tagesziel her einig gewesen
wären. Sigrid wollte zu den bekannten "Cliffs of Moher", welche wir schon zumindest zweimal gesehen haben. Mein Plan war ein anderer, aber keine Chance, zudem war ich auch der Meinung, dass das
Wetter (sehr windig bis stürmisch, immer wieder Regen zwischendurch) so an der Westküste zum Campen vielleicht nicht ganz so ideal sei....
Nach x Regengüssen, aber alles ohne Regendress, kamen wir bei den angeführten Cliffs an. Da Campen keine gute Idee war, wurden bei etlichen B&B angeklopft - alles negativ. Dann halt zum
Campingplatz, meine Stimmung mittlerweile knapp am Höhepunkt. Der Platz direkt am Meer, der Wind so stark, dass ...., naja, eh schon wissen, aber jetzt wird ein Zelt aufgestellt 🥵. Erster Versuch schlug fehl, der Wind fuhr rein, dass ...., also das Ganze drehen, Fehlanzeige jetzt
war bei dem ganzen Geziehe auch noch eine Stange gebrochen..... und, wer hat gesagt, dass es nicht funktioniert, nach 39 Jahren campen, war dies ein absolut untauglicher Versuch. Alles
wieder verstaut, Geld zurück und weiter geht die Suche nach einem Zimmer - Stimmung am Siedepunkt, fehlt noch, dass ich die Wing im Wind nicht halten kann und diese umlege, aber dann 😤. Um das Ganze abzukürzen - nicht das ich gegenständlich noch auf einige verbale Äußerungen beider
Beteiligten eingehe - nach knapp zwei Stunden haben wir dann genau bei dem B&B ein Zimmer bekommen, bei welchen wir zwei Stunden zuvor anklopften, aber leider die Hausherrin nicht vor Ort
war.
Soooo, that's it! Nach 403 km, mit zum Teil schlechten Straßen, Wind, Sturm, Regen, Stangenbruch beim Zelt (inkl. halben Aufbaues), ewiger Zimmersuche, kein Abendessen ..... gab's dafür Feuer am
offenen Kamin und Guinness aufs Haus...., naja, geht eh!😉👋 Fazit: ersten kommt es anders, zweitens als man(n) denkt.
Tag 13: Nach dem doch in jeglicher Hinsicht durchwachsenen gestrigen Nachmittag, einem sehr gemütlichen Abend, einer stürmischen Nacht 🤔, gaben wir dem Heutigen eine Chance. Doch der Blick aus dem Zimmer bestätigte unsere Befürchtungen -
das Wetter war zum Kotzen. Somit begann der Tag zumindest mit einem original irischen Frühstück, die Hausherrin gab sich effektiv Mühe, damit unser Cholesterin- Haushalt kein Defizit erlitt. Doch
dann der Satz des Tages von meiner Gemahlin: "Unser Zimmer in Dublin wurde storniert!"😤. Na
super, .....
Aufgrund der Tatsache, dass ich vor zwei Monaten eine neue VISA-Card bekam, und das Zimmer im Januar mit der ehemaligen Karte gebucht hatte, war jetzt - zwei Tage zuvor - die vorgesehene
Abbuchung nicht möglich..... Planänderung: neues Zimmer buchen, gleich zwei Nächte, zumal das Wetter in Form von Wind und Regen einem alles vermieste, weder für geplantes Sightseeing oder
sonstiges Herumfahren. Also Planänderung und ab nach Dublin.
Nachdem ein von Sigrid vorgeschlagenes und unseren finanziellen Möglichkeiten artgerechtes Zimmer gebucht worden war, ging's auch schon rein in die Regendress und diese sollten die nächsten knapp
300 km auch nicht mehr ausgezogen werden. So kamen wir nach Durchquerung des Inselstaates von West nach Ost - an so mancher Stelle durchnässt - bei gebuchter Unterkunft inmitten von Dublin an.
Naja, von außen sah das Gebäude aus als ob ..... und nicht mal eine Parkmöglichkeit gab es. Meine ständig besserwissende Sozia gab mir zu verstehen, dass sie ganz sicher sei, eine Garage sei
dabei - Garage ja, 1 km weiter .... war dann alles ein bisschen umständlich, aber schlussendlich gab es auch an diesem Tag einen Ausklang in einem Irish-Pub, von dessen Umsatz unsere Wirte nur
träumen können .... und natürlich Livemusik bis zum Ende .....
Tag 14: Heute wurden die fehlenden Nacht- bzw. Schlafenszeiten einfach am Morgen angehängt. Nach einem Frühstück im Zimmer ging es erst am späten Vormittag in Richtung Stadtzentrum. Dann wieder
der Schock des Tages. Am Handy war eine Nachricht von der Fährgesellschaft angekommen, mit der Mitteilung, dass uns Fähre für den nächsten Tag gecancelt wurde. Anstatt dessen könnten wir eine
spätere mit längerer Fahrtdauer nehmen - naja, wir haben ja eh keine Wahl. Grund der Scherereien, über Nacht zieht über den Süden Irlands ein Sturm- / Unwetterfront übers Land ..... dann hoffen
wir Mal, dass sich die Sache bis zum Ablegen unserer Fähre wieder beruhigt hat.
Tja, aufgrund der Tatsache, dass wir schon mehrere Male in Dublin waren, war der Tag auch mit gemütlichem Flanieren ausgefüllt. Die grundsätzlich bekanntesten Sehenswürdigkeiten wurden nur mehr
oder weniger im vorbei Schlendern besichtigt - die absolute Spannung wie bei einem Erstaufenthalt kam nicht auf - dafür auch nicht der meistens damit verbundene Stress. Definitiv nicht fehlen
durfte wieder der eine oder andere stopover in einem der rund 700 Pub's in der Stadt..... die letzte dieser absolut kultigen Bar's besuchten wir aufgrund vorhandener Blasenschwäche meinerseits in
unmittelbarer Nähe zur Unterkunft (die Sorgen haben wir vor dreißig Jahren nicht gehabt....) - man(n) muss vorbereitet sein .... So endete unser Aufenthalt in Irland am Abend vor der Fährfahrt
wieder traditionsgemäß im Pub und am Heimweg im Regen.....👋👋
Großbritannien. Tag 15: Nach einem gemütlichen Tag in Dublin, sollte der heutige laut Plan wieder mal nach dem Motto gegenständlicher Tour seinem Namen gerecht werden. Nachfolgende
Tagesschilderung nur in kurzer Aufzählungsvariante.....
o5.20: Wecker (halt kurz nach dem Einschlafen)
o6.45: verlassen des Hotels und in Migranten-Manier per pedes zur Parkgarage
o6.oo: Ankunft bei Parkgarage, bei welcher beide Zufahrten geschlossen waren - hatten eh keinen Stress, zumal wir um spätestens o7.oo bei der Fähre sein sollten
o6.2o: noch immer geschlossen, Sigrid erreicht jemanden telefonisch und es wird jemand kommen - tatsächlich, waren um o6.30 beim Bike, dann umziehen, einpacken und mit dem Fräulein die zwei Tage
zuvor mit ihrem Kollegen ausgemachten Konditionen nochmals ausdiskutieren ....
o6.5o: Ausfahrt aus Garage in Richtung Port of Dublin bei toller Morgenstimmung .....
o7.o5: Ankunft am Hafen, einchecken, in zugewiesene Spur fahren und dann warten, warten, und nochmals warten....
o8.1o: einfahren in Fähre, Motorrad fixieren und ans Oberdeck zwecks frischer Luft und warten
o8.5o: Fähre legt bei schönstem Wetter ab ....
Tag 15 / 12.oo Uhr: nach leicht schaukeliger Überfahrt in Holyhead/UK angelegt und nach Verlassen der rund 210m langen Fähre ab die Post bis zum ersten Stopp zwecks Tanken nach 335 km gegen 16.15 Uhr - lediglich 13 km vor dem eigentlichen Tagesziel Oakham entfernt. Nach dem Tanken für die restlichen 13 km aufgrund einer Baustelle in selbiger Ortschaft, ohne beschilderte Umleitung, nach 27-mal abbiegen und ebenso oft bitte wenden und wieder zurück zur Baustelle und so weiter und so weiter, um schlussendlich Recht unentspannt gegen .....
..... 18.oo: nach bislang 3.770 km am Oakham Showground (dieser Tag: 120 km Fähre/375 km Bike), beim int. Gold Wing Treffen des GWOCGB anzukommen und von bereits wartenden Bekannten empfangen zu werden .... Zeltaufbau, etc ...
19.3o: Fahrt in die Ortsmitte von Oakham (ca. 10.000 Einwohner), tolles Lokal samt Internetzugang, gutem Essen, viele Gold Winger aufgesucht .....
21.3o: Rückfahrt zum Treffenplatz, dazwischen zum ALDI einkaufen, Geld abheben...., anschließend ab ins Festzelt, Benzingespräche in lustiger Runde, neue Damenbekanntschaften geknüpft, Guinness eh klar ..... und irgendwann in fast schon winterlicher Kälte samt dazugehöriger Feuchtigkeit ab in die Dusche, dann Schönheitsschlaf .....
Ein perfekter Tag (im Kurzformat), und irgendwann fahren wir dann auch mal IN DEN URLAUB 😉😉😉👋👋
Tag 16 u. 17: Ausgeschriebene Gold-Wing Treffen sind grundsätzlich nicht ausschlaggebend für unsere Touren in den letzten 35 Jahren, in welchen wir
mittlerweile auf der Marke/Type Honda/Gold Wing unterwegs sind und dabei knapp 150 internationale u. nationale Treffen besuchten. Aber vielmals hat es die Entscheidung hinsichtlich der Frage,
"wohin könnten wir nächstes Jahr fahren", vereinfacht. Mittlerweile kennen wir ja fast in ganz Europa in dieser Szene Gleichgesinnte bzw. auch wir werden gekannt - ab und an wird man sogar auf
unsere beiden Mädels angesprochen, welche mit dem Gespann ja u.a. in 26 Staaten Europas unterwegs waren - und das war definitiv nicht immer Urlaub....
Tja, so waren wir nun abermals drei Nächte/zwei Tage auf dem britischen Treffen, haben dies und das, auch persönliches, von anderen Bikern erfahren und somit vorhandene Kontakte aufgebessert,
auch wenn man nicht weiß, wann und wo man sich wieder trifft - aber vermutlich ist gerade dies das interessante an der Geschichte. Zu den freundlichen Briten darf angeführt sein, so konservativ
sie auch sein mögen, zu Feiern - dazugehöriger Spaß inklusive - , verstehen sie allemal. Der Treffenplatz war vorbildlich, die Festzelt Atmosphäre wieder mal etwas anderes, Verpflegung und
Sanitär absolut okay, müssen doch rund sechshundert Teilnehmer zufrieden gestellt werden. Lediglich das Wetter war evtl. etwas instabil , zumindest so, dass wir unser Zelt für die dritte
Nächtigung kurzerhand abbauten und an geschützter Stelle neu platzierten. Auch blieb Zeit für das Erkunden der näheren Umgebung, der Ortschaft Oakham mit dem nahegelegenen Erholungsgebiet am
Rutland-Water-Lake.
Auch wenn der erste Tag bis am Nachmittag durch Regen recht tatenlos vonstattenging, so kam am Nachmittag die Nationenparade mit jeder Menge Zuseher zustande. Abgerundet werden diese Treffen, wie
soll's anders sein, mit lang andauernden Abendveranstaltungen samt Musik, welche von der Lautstärke her definitiv die Grenze der Belastbarkeit unserer Gehörgänge erreichte und dies nur durch
Zuführung ausreichender Flüssigkeit ausgeglichen werden konnte - ein Teufelskreis schlechthin....
Tja, das war's, das britische Gold Wing Treffen. Jetzt haben wir noch sieben Tage, wo wir wieder alleine unterwegs sind, und dabei auf die "zwischendurch Unterhaltung" gerne zurück denken
werden.... bis eben zum nächsten Mal bzw. solange wir noch Lust dazu haben....., aber das ist eine andere Geschichte 😉🤔👍👋
Tag 18: Nach einer doch etwas kühleren Nacht, und da meine ich nicht etwa "Kühle im Schlafsack", nein - durch den Wind war die Temperatur so abgesunken, dass es einem im Festzelt gegenüber im
Freien so richtig warm vorgekommen war.
Da am heutigen Tag nur die Anreise zur Fähre am Programm stand, war frühes Aufstehen definitiv kein Thema. Angenehm Frühstücken - sogar bei Sonnenschein (aber im Zelt), um danach routinemäßig,
aber doch gemütlich den Zeltabbau samt dem Einpacken unserer wenigen Habseligkeiten in Richtung Abfahrtsstatus zu erledigen. Noch schnell eine kurze Abschlussrunde, Tschüss sagen, WhatsApp
erledigen und los geht's bei herrlichstem Wetter.
Die Fahrt in Richtung Süd-West war nichts Besonderes (von riesigen Feldern für freilaufende "Schweinehaltung" abgesehen). Dörfer wie die englischen eben sind, dazwischen mal doppelspurige
Schnellstraßen, dann wieder normale Landstraßen bis hin zur einsamen Nebenstraße - so wie das elektronische NAVI die Streckenführung vorgab. Lediglich wenn Susi von der Soziusbank mir ihre andere
Meinung hinsichtlich eingeschlagener Richtung, via verdrahteten Zugang, mit schriller Stimme, direkt in meinen Gehörgang durchgab, wurde ich aus meinem Cruisrythmus herausgerissen und wieder auf
dem Weg der Realität (im wahrsten Sinne) zurückgeführt. Alle weiteren diesbezüglichen Dokumentationen, hinsichtlich Gesprächsverlauf betreffend richtige Richtung, etc. würden den gegenständlichen
Rahmen sprengen, abgesehen davon, kann sich jeder von euch auch ohne Schilderung ein Bild davon machen.....
Kurz vor Harwich gab's an der Bucht des River Stour noch eine gemütliche Jause. Dann weiter zur recht unattraktiven Hafenstadt Harwich. Lediglich die Promenade am Meer mit ihren hunterten bunten
Badehäuschen und das alte High Lighthouse sind u.U. sehenswert. Ein gemütliches Abendessen in einem etwas größeren Pub (zwar ohne das übliche Flair), noch zwei Guinness (natürlich jeder) um die
letzten Pfund zu verbrauchen, um 21.00 Uhr dann leicht angeheitert mit der Wing zum Check-in am Hafen, aus welchem wir dann gegen 23.00 Uhr in Richtung Hoek Van Holland ausliefen...., das war's
dann auch schon gewesen mit Great Britain!
Tja, und sollte dieser Step von mir nicht mehr weitergeführt werden, ihr dadurch nichts mehr zum Lesen bekommen, dann hört ihr den Grund dazu in den Nachrichten..... alsdann, gute Nacht und liebe
Grüße
👍👍
Festland Europa. Tag 19 u. 20: Alles Gut - die Fähre ist nicht untergegangen. Pünktlich um acht Uhr waren wir aus dem Parkdeck drei ins herrlichste holländische Wetter rausgefahren und im dortigen Morgenverkehr (ich meine den auf der Fahrbahn) fast zum Schwitzen gekommen.....
Gegen 10.30 Uhr waren wir dann am Campingplatz in Amsterdam und ... eh nix Neues ..... kein Platz für unsere Bedürfnisse. Ab zum Nächsten, welcher dann echt ein Glücksgriff war. Zelt aufgebaut
und gegen 13.30 Uhr ging's auch schon per pedes in die City. Das letzte Mal waren wir 2012 in der Stadt - mit dem Gespann und den Mädels im Schlepptau. Vorweg was Kurioses: im Wappen der Stadt
Amsterdam, dem Venedig des Nordens, befindet sich u.a. die Kaiserkrone von Österreich .....
Lange Schreibe, kurzer Sinn. In den 1 1/2 Tagen latschten wir rund 25 km durch die Stadt, dass die Sohlen brannten. Tja, einfach Flanieren und Schauen hieß das Motto, das eine oder andere
Museum war dann auch dabei .....🫣🫣, einkaufen, gut essen gehen, irisches Bier der Marke Guinness durfte aus der Gewohnheit heraus ebenso wenig fehlen wie staunen über dies und das, welches das
Stadtbild teilweise prägt und durch diesem den Ruf somit gerecht wird: Kuriositäten jeglicher Art, Touristen das die Hälfte davon auch reichen würden, tausende von Booten in den Grachten der
Stadt, Nachtclubs, Erotikshops (natürlich alles besucht), auch über die mittlerweile bekannte Unsauberkeit hinsichtlich des herumliegenden Mülls, tausende von Fahrrädern (von ihren
Besitzern genutzt oder meistens an Brückengeländer angekettet) sowie die vielen Coffeeshops – kleine Cafés, in denen man sogenannte Softdrugs kaufen kann – dabei sind sowohl Einheimische als auch
Touristen ab 18 Jahren willkommen. Kleiner Fun Fact: in den Niederlanden ist Cannabis nicht legal, sondern wird toleriert.
Fazit: die Zeit für den inneren Stadtkern war äußerst ausreichend, zumal sich die wirklichen Sehenswürdigkeiten in diesem Bereich eh in Grenzen halten..... trotzdem ist's einen Aufenthalt
wert👍👍👍
Tag 21: Grundsätzlich war geplant, die Niederlande abseits der großen Verkehrsrouten in Richtung Südost zu durchqueren. Diesen Plan haben wir gecancelt und unsere Tour mehr oder weniger auf der
Autobahn in angeführter Richtung fortgesetzt. Mit 77 km Autobahn pro 1000 km² haben die Niederlande die höchste Autobahndichte in Europa und diese sind in einem perfekten Zustand. Fünf Spuren
sind keine Seltenheit und Tempo hundert passt zum Land. Apropos Land: davon haben wir nicht sonderlich viel gesehen. Vielleicht lag es auch daran, dass rund ein Viertel der gesamten Landesfläche
unter dem Meeresspiegel liegt......🤔😱.... auch Windmühlen nach dem alten Muster sahen wir
nur wenige, neue Windräder hingegen umso mehr. Es wäre ohnehin viel zu heiß gewesen bzw. nach spontaner Aufforderung meiner Sozia, absolut unkontrolliert - ohne fast schon eine Gefahr für andere
zu sein - irgendwo anzuhalten, anders geschrieben, bereits still zu stehen noch bevor die Weisung ausgesprochen worden war, um ein Foto von "na was weiß ich von was" machen zu
können...🥴🥴, abgesehen davon, war der Plan so rasch wie möglich an unseren nächsten
Stop-over anzukommen.... und der Weg ist das Ziel .....
.... so sind wir dann, nach einem Abstecher durch Belgien, bei Temperaturen gut um die dreißig Grad (welche sich höchsten im bewaldeten, nördlichen Teil des Landes etwas angenehmer anfühlte) in
der Stadt Luxemburg angekommen. Um mal auf "jung" zu tun, haben wir vorweg ein Hostel in bester Lage gebucht, war echt ein Schnäppchen. Kurz die Dusche hinsichtlich ihres eigentlichen
Verwendungszweckes in Gebrauch genommen und schon ging's in die genannte Hauptstadt, welche berühmt ist für ihre befestigte mittelalterliche Altstadt, die auf einer Anhöhe liegt. Nach ausgiebiger
Besichtigung der bekanntesten Sehenswürdigkeiten in gewohnter, planlos flanierender Art, welche uns nicht nur einen Schweisausbruch abverlangte, ging's zu den üblichen abendlichen Ritualen über,
der Zuführung von Speis und Trank (den Namen des georderten Getränkes brauch ich hier sicher nicht mehr erwähnen 😉), zumal dies ein schöner Brauch ist und es uns nie schlechter gehen sollte....
Alsdann, drei Steps noch, dann hat diese "Tippslerei" auch ihr Ende 🫣😉👋
Tag 22: So, der heutige Tag. Normalerweise müsste ich schreiben "ohne Worte"! Grundsätzlich war ich am Morgen positiv eingestellt, kein Zeltabbau, die Schlechtwetterfront zog nördlich unserer vorgehabten Route vorbei und der Start fand auch zu einer guten Vormittagszeit statt.
Zuerst mal Landstraße, dann nach der Grenze zu Deutschland ließ es sich einfach nicht vermeiden, zu viel Verkehr, zu eng die Ortschaften, die Wing kocht fast über, also rauf auf die Autobahn... die 8er. X-mal schon diese Strecke gefahren, der Verkehr und die damit erhöhte Anzahl an Idioten steigen definitiv mit zunehmender Zahl unserer Zeitmessung seit Christus Geburt ......
Irgendwann wieder runter - um eine Abkürzung zu nehmen, vor Karlsruhe wieder rauf, dann der Entschluss in Richtung Süden zu fahren und den bekannten Schwarzwald zu durchqueren. Im bekannten Kurort Baden-Baden auf die ebenfalls bekannte Schwarzwälder Höhenstraße abgezweigt, zuvor, da knapp nach Mittag, eine kleine Pause bei einem etwas größeren Biergarten/Lokal, schöner Gastgarten samt alter Mühle, eine Augenweide nach dem vielen Verkehr. Die Speisekarte, eher die rechte Seite gesehen, ließen unsere Augen ausweiten bis knapp vor einem Bindehautriss. Wir hätten auch wieder gehen können, aber ich hatte gerade mein nasses T-Shirt gegen ein trockenes getauscht, also sitzen bleiben. Um es kurz zu machen: am Grazer Hauptplatz hätte ich dieses, samt ein Bier, fast für lau bekommen....., anscheinend wollen die sowieso alle, auch in unserem Österreich schon festgestellt, weniger Gäste die mehr bezahlen, trotzdem dafür nichts bekommen 🤔🤔🤔🤔 - sprich die Verhältnismäßigkeit ging nicht auf..... und die, die noch hingehen sind definitiv......, wir waren es heute🥵🥵
Weiter Richtung Schwarzwald, schöne Straße, dann Baustelle, dann Umleitung, dann über dreißig Grad, dann wieder viel Verkehr, und schlussendlich dann KEIN ÜBEREINKOMMEN MEHR zwischen NAVI, Landkarte, Sigrid's Google-Maps, Fahrer und Sozia ......, tja, links, rechts, geradeaus, Autofahrer kommen am stehenden Motorrad nicht vorbei trotz Platz ohne Ende (ich einem Schreikrampf nahe), Motorrad kocht über, ich wundere mich, dass mein Körper noch immer Schweiß produzieren kann, zweiter T-Shirt-Wechsel (eigentlich hätte ich die Unterhose auch schon wechseln können, Platschnass, und diesmal war nicht meine Prostata das Problem), Chaos pur, dazwischen Einkauf und Tanken, die Zeit läuft, wo werden wir Nächtigen, kein Campingplatz auf meiner App, kurz vor der Explosion..... 🥵🥵🥵, was machen wir hier ..... es gibt so viele interessante Länder auf dieser Kugel - und wir HIER🤔🥴🤔🥴 (weiß eh, ist Jammern auf hohem Niveau), jetzt ja nicht daran denken wie ruhig, schön und gemütlich es jetzt bei einem guten, kühlen Bier im Schatten auf der Kodlhütte wäre.....
Ende gut, alles gut 😱. Meine Lieblingssozia teilt mir mit, dass in Sigmaringen, an der Donau gelegen und Partnerstadt von Feldkirch/Vlbg. ist, ein Campingplatz ist. Tja und dann die letzten dreißig Kilometer entlang der DONAU! - so schmal wie bei uns in Eibiswald die Saggau fließt - durchs Donautal, eben bis nach Sigmaringen, bei schönstem Abendlicht..... da kam der Blutdruck wieder runter, trotzdem war bei Ankunft auch das dritte T-Shirt klitschenass (vom Kragen bis zum unteren Ende, a Wahnsinn - i mag die Hitz nicht).
Ende der Jammerei, Campingplatz (👍👍fast ein Lotto Sechser) nach 478 Tageskilometer erreicht, hatte einen Platz frei, keine zwanzig Meter von der Donau entfernt und direkt unterhalb der Gastwirtschaft wo das Bier sogar billiger als bei uns war .... Ende gut, alles gut 🥴😜😃 .... ..... wer sagt's denn, geht eh!!😅
Tag 23: Richtung Heimat: Soooooo, mit dem letzten Camper-Frühstück im Zuge dieser Tour vor dem Zelt, wurde der vorletzte Reisetag in Angriff genommen - und dass an einem netten Platz, direkt
neben der Donau, bei herrlichem Wetter.
Zumal die Route hinsichtlich dem angestrebten Tagesziel mehr oder weniger vorgegeben war, gab es auch keine großartigen Diskussionen, wo/wie wir fahren sollten.... weniger Stopps, weniger Fotos
(nur solche während dem Fahren), folge dessen gibt's hier auch dahingehend weniger zu berichten. Auch das Allgäu, welches wir von West nach Ost durchquerten, war nichts Unbekanntes für uns. Unter
anderem wurde festgestellt, dass auch in diesem Gebiet die Spitze des Tourismus und dem damit verbundenen Verkehrsaufkommen vermutlich erreicht ist. Bemerkung am Rande, der geplante Stopp in Bad
Tölz für einen Eiscafé oder Ähnliches in der dortigen Altstadt, wurde im Zuge der Parkplatzsuche, schweißgebadet und fast schon entnervt, aufgrund Ermangelung eines solchen at acta gelegt. Somit
ging's ab Rosenheim bis Salzburg kurz auf die Autostrada um die dadurch gewonnene Zeit, eben in Österreich/Eugendorf, bezüglich der genussvollen Konsumation eines Eiscafés u. Eis Palatschinke zu
nutzen.
Das schöne Ende dieser Tagesetappe war dann in Pöndorf/OÖ, bei langjährigen Freunden. Bei gutem Gegrillten und definitiv zu viel an alkoholischer Flüssigkeit endete der Abend, wie vorweg eh schon vermutet, erst weit nach Mitternacht...... ..... aber das ist eine andere Geschichte 😉👋👋
Letzter Tag / 24: Nach einem langen Abend, welcher bei sommerlichen Temperaturen aufgrund hoch intelligenter Gespräche über Gott und die Welt, bis weit nach Mitternacht dauerte, war es nicht
verwunderlich, dass das Frühstück - trotz humaner Zeit - einfach zu früh war....
Nachdem gegen 11.00 Uhr mein Freund Hans E. meinte, dass es eh schon zweistellig 🤔🥴 und er für den Beginn bzw. Abhaltung eines sonntäglichen Frühschoppens sei, haben wir uns trotz der Möglichkeit eines Verlängerungstages für die letzte Etappe dieser Tour entschieden. So starteten wir bei herrlichstem Wetter mit der fast schon erreichten, zu erwartenden Tageshöchsttemperatur in Richtung Attersee. Weiter nach Bad Ischl, Bad Aussee, Liezen und dann in Trieben wurde entschieden, den Rest der Strecke einfach auf der Autobahn via Graz runterzuspulen.... naja, was soll uns jetzt noch Großartiges entgehen - keine Stopps, keine Bilder, aus mit lustig. Noch ein kurzer Besuch bei den Schwiegereltern und schon waren wir nach 24 Tagen, neun durchquerten Ländern, knapp 6.000 km, am Ende des Weges (nicht am Ziel) angekommen..... Tja, dass war's😅.
FAZIT: ..... mal überlegen 🤔, das Wichtigste ist, dass wir beide unversehrt wieder daheim angekommen sind, es an unserem treuen fahrbaren Untersatz nicht das geringste Problem gab, nur einmal der Regendress in Gebrauch genommen und lediglich eine gebrochene Zeltstange als Verlust hingenommen werden musste. Verschiedene Länder waren es, es war keines dabei in welchem wir die letzten 39 Jahre, welche wir mittlerweile mit dem Motorrad unterwegs sind, nicht schon x-mal gewesen waren und dies unsere Erwartungen hinsichtlich dem uns evtl. "bevorstehenden Erlebten" von Anfang an in Grenzen hielt.
Leider mussten wir wie schon in den letzten Jahren feststellen, dass das Reisen in unserem WESTLICHEN EUROPA, aufgrund des teilweise immensen Verkehrsaufkommens und dadurch verbundenen hohen
Anzahl an Touristen, bis in den letzten Winkel und hinterste Gasse, zeitweise anstrengend sowie definitiv aufgrund mancherorts sinnloser Vorschriften, verbunden mit teilweise unverschämter
Ausnehmerei unsereins, uninteressant wird - schade, dass es nicht mehr das ursprüngliche, u. U. spannende Reisen wie früher ist ...... und aus, hoffe trotzdem, dass ihr beim Mitlesen
gegenständlicher Step's einen kleinen Einblick in unser "unterwegs" sein bekommen konntet.
Wir blicken zurück auf drei Wochen, wo der Weg das Ziel war, wir uns einfach treiben lassen konnten, zwischendurch langjährige Bekannte treffen durften, lustige und weniger lustige Episoden erlebten und schlussendlich "wen auch immer sei Dank", gesund nach Hause kamen..... 👋👋
Werte Gäste
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